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Achtung, Süßstoff!

vor 1 Stunde
2 Min. Lesezeit


Warum der ausgeleckte Joghurtbecher für Hunde bald Geschichte sein könnte


„Darf ich mal den Becher auslecken?“


Für viele Hunde gehört dieser Moment zum kulinarischen Höhepunkt des Tages. Der Joghurtbecher ist leer, der Mensch satt – und der Hund übernimmt die Qualitätskontrolle.


Doch Vorsicht: Was künftig auf dem Becher steht, kann entscheidender sein als bisher.


Zucker raus, Süßstoff rein?


Die Diskussion um weniger Zucker in Lebensmitteln und mögliche Maßnahmen wie eine Zuckersteuer sorgt dafür, dass Hersteller zunehmend nach Möglichkeiten suchen, Produkte süßer zu machen, ohne klassischen Haushaltszucker einzusetzen.


Für uns Menschen kann das sinnvoll sein. Für unsere Hunde gilt allerdings: Nicht jeder Zuckerersatz ist harmlos.


Besonders wichtig ist dabei Xylit bzw. Xylitol – auch bekannt als Birkenzucker. Dieser Süßstoff kann für Hunde hochgiftig sein und bereits in kleinen Mengen zu einer gefährlichen Unterzuckerung führen. Je nach aufgenommener Menge können außerdem schwere Leberschäden auftreten.


Und genau deshalb sollten Hundehalter:innen bei Produkten, die früher ganz selbstverständlich als „kleiner Rest“ beim Hund gelandet sind, genauer hinschauen.



Der Joghurtbecher-Check


Früher hieß es vielleicht:


„Ist doch nur ein bisschen Naturjoghurt.“ Heute sollte die bessere Frage lauten: „Was steht eigentlich in der Zutatenliste?“


Denn Rezepturen können sich verändern. Ein Produkt, das man bisher problemlos in kleinen Mengen geteilt hat, kann nach einer Rezepturänderung plötzlich andere Süßungsmittel enthalten.


Das bedeutet nicht, dass jetzt jeder Joghurtbecher zur Gefahr wird. Naturjoghurt ohne Zucker und ohne problematische Zusätze kann für viele Hunde weiterhin in kleinen Mengen okay sein.


Aber: Bevor Nero & Co. den Becher auslecken dürfen, lieber einmal kurz aufs Etikett schauen.


Besonders wichtig: Xylit/Xylitol


Steht in der Zutatenliste:


* Xylit

* Xylitol

* E967

* Birkenzucker


dann gilt:


Nicht an den Hund verfüttern.


Und auch bei anderen Süßstoffen und Zusatzstoffen gilt: Nicht automatisch davon ausgehen, dass etwas, das für Menschen zugelassen ist, auch für Hunde geeignet ist.


Der neue DOGREBELS-Merksatz:


Was für uns „zuckerfrei“ bedeutet, heißt für unsere Hunde nicht automatisch „sicher“.


Also vielleicht müssen wir uns tatsächlich an einen neuen Alltag gewöhnen:

Der Joghurtbecher bleibt sauber. Der Hund schaut enttäuscht.


Und wir sagen:

„Sorry, Buddy. Heute gibt’s nur Liebe. Und keinen Becher.“


Denn manchmal ist ein unbeachteter Rest im Becher eben genau das, was besser im Müll landet.


DOGREBELS sagt: Lieber einmal mehr die Zutatenliste checken als einmal zu wenig.


Und wenn ihr unsicher seid, ob euer Hund etwas Bestimmtes gefressen hat: nicht abwarten, sondern Tierarzt oder Tierärztin bzw. den tierärztlichen Notdienst kontaktieren.

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